Das "Begleitbüro. Stuttgarter Observatorium Urbaner Phänomene (SOUP)" - eine Initiative der Künstler Ulrich Bernhardt, Steffen Bremer, Michael Gompf, Kurt Grunow, Andreas Mayer-Brennenstuhl, Karin Rehm, Peter Schmidt und Harry Walter - hat es sich zum Ziel gesetzt, das Geschehen um Stuttgart 21 einer künstlerischen Langzeitbeobachtung zu unterziehen und deren kontinuierlichen Fortgang in Form von Ausstellungen, Events, Dokumentationen nach und nach öffentlich zu machen.

Unabhängig, aber nicht untangiert von der Frage nach Sinn und Widersinn dieses von der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnten Großprojekts suchen wir nach Möglichkeiten, mit künstlerischen Mitteln auf das Geschehen zu reagieren, es immer wieder erneut zu kommentieren und zu reflektieren. Eine künstlerische Herangehensweise an dieses brisante Thema hat den Vorteil, das zu beschreibende Phänomen nicht von vornherein bestimmten Sichtweisen opfern zu müssen. Was beobachtenswert ist und was nicht, scheint uns so unvorhersehbar wie die Börse. Möglich, dass ein auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs herumirrendes Hasenpaar entscheidendere Informationen zum Hergang der Dinge liefert als ein ganzes Pressebüro.

Es kommt nicht nur darauf an, im rechten Moment am richtigen Ort zu sein, sondern, wenn es sein muss, dort auch zu bleiben. Wir laden andere Künstler, Autoren und andere Freischaffende, die sich ebenfalls mit diesem Thema auseinandersetzen, dazu ein, mit uns in Verbindung zu treten.